Universelle Prüfung der Lehre der Geister – 3Teil

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Die erste Prüfung ist unbestritten die der Vernunft, der man alles, was von den Geistern kommt, ausnahmslos unterwerfen muss. Jede erhaltene Theorie, die dem gesunden Menschenverstand, der strengen Logik und den bewiesenen Annahmen widerspricht, auch wenn sie mit einem bekannten, ehrwürdigen Namen unterzeichnet wurde, muss abgelehnt werden.

Diese Prüfung bleibt jedoch in vielen Fällen unvollständig, infolge derUnzulänglichkeit der Kenntnisse von gewissen Personen und der Neigung von nicht wenigen, die ihr eigenes Urteil für den einzigen Schiedsrichter der Wahrheit halten. Was tun in solchen Fällen die Menschen, die sich nicht einmal selbst vertrauen? Sie übernehmen die Ansicht der Mehrheit, die ihnen als Maßstab dient. So soll es auch hinsichtlich der Lehre der Geistwesen sein, die von sich aus die Kontrollmittel liefern.

Die Übereinstimmung in der Lehre der Geister ist deshalb ihre beste Kontrolle. Es ist aber notwendig, dass diese Übereinstimmung sich unter bestimmten Bedingungen ereignet. Die unsicherste von allen ist, wenn ein Medium selbst mehrere Geister über einen zweifelhaften Gesichtspunkt befragt. Es ist offensichtlich, dass, wenn er unter der Herrschaft einer Besessenheit5  steht oder wenn er mit einem betrügerischen Geist verkehrt, dieser Geist ihm das Gleiche unter verschiedenen Namen sagen kann. Es ergibt sich ebenso keine genügende Garantie für eine Übereinstimmung der Kundgaben von Medien aus dem gleichen spiritistischen Zentrum, weil sie alle unter dem gleichen Einfluss stehen können.

Die einzige ernsthafte Garantie für die Lehre der Geister ist die Übereinstimmung, die bei den spontan gegebenen Mitteilungen stattfindet, die durch die Vermittlung zahlreicher untereinander fremden Medien an verschiedenen Orten festgestellt wird.

Hier handelt es sich nur um Mitteilungen hinsichtlich der eigentlichen Grundsätze der Lehre selbst und nicht um nebensächliche Interessen. Die Erfahrung beweist, wenn ein neuer Grundsatz eine Lösung bekommen muss, dass er spontan  und zugleich an verschiedenen Orten auf die gleiche Art und Weise gelehrt wird, wenn nicht in der Form, zumindest hinsichtlich der Grundstruktur.

Falls also ein Geistwesen ein sonderbares System formuliert, das nur auf seinen eigenen Ideen basiert und außerhalb der Wahrheit steht, so kann man sicher sein, dass dieses System begrenzt bleibt und angesichts der Einstimmigkeit der überall gegebenen Lehren abstürzen wird. Das zeigten bereits zahlreiche Beispiele. Diese Einstimmigkeit ist es, die alle partiellen Systeme, die in den Ursprüngen des Spiritismus erschienen sind, zu Fall gebracht hat. Damals wollte jedes partielle System auf seine Weise die Phänomene erklären. Und das, bevor man die Gesetze kannte, welche die Beziehung der sichtbaren mit der unsichtbaren Welt lenken.

Das ist die Basis, auf die wir uns stützen, wenn wir einen Grundsatz der Lehre formulieren. Er entspricht nicht der Wahrheit allein deswegen, weil er mit unseren Gedanken übereinstimmt. Wir treten keineswegs als höchster Schiedsrichter der Wahrheit auf. Wir sagen niemandem: „Glaubt an eine solche Sache, weil wir sie euch sagen!“ Unsere Auffassung ist vor unseren eigenen Augen nichts anderes als eine persönliche Meinung, die vielleicht richtig oder falsch sein kann. Wir sind nicht unfehlbarer als die anderen. Und wir halten einen Grundsatz auch nicht für wahr, weil er uns gelehrt wurde, sondern weil er die Bestätigung der universellen Übereinstimmung bekommen hat.

 

 

Adresse: Haselstrasse 9, 5400 Baden.

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