LASTER DURCH GEDANKEN. EHEBRUCH

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flor11

Ihr habt gehört, daß gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen.« Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.                                                                                           (Matthäus V, 27 – 28)

Das Wort Ehebruch soll hier nicht in dem wortwörtlichen Sinn verstanden werden, sondern in erweitertem Sinne. Jesus hat den Ehebruch oftmals benutzt, um das Schlechte, die Laster und alle niederen Gedanken zu deuten, wie zum Beispiel in dieser Erzählung: „Wer sich aber meiner selbst und meiner Worte schämt unter diesem abtrünnigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.“                                                                             (Markus VIII, 38)87

Die wahre Reinheit befindet sich nicht nur in den Taten, sondern auch in den Gedanken, weil wer ein reines Herz hat, nicht einmal an etwas Schlechtes denkt. Das ist es, was Jesus sagen wollte, wenn er die Laster selbst in Gedanken verurteilt, weil das ein Zeichen der Unreinheit ist.

Dieses Prinzip bringt uns natürlich zu der Frage: Leiden wir an den Folgen eines schlechten Gedankens, selbst wenn wir ihn nicht in die Tat umgesetzt haben? Wir müssen hier einen wichtigen Unterschied machen: Je nachdem, wie sich die Seele auf dem schlechten Weg verschuldet hat und welche Fortschritte sie auf dem Weg in ihrem spirituellen Leben macht, wird sie aufgeklärter und nach und nach von der Unvollkommenheit befreit, je nach dem größeren oder kleineren Willen, der sie bewegt, weil sie freilich ihren freien Willen zur Verfügung hat. Alle schlechten Gedanken sind also das Resultat der Unvollkommenheit der Seele. Abhängig von dem Willen, den sie hat, sich zu bessern, verwandelt sich sogar der schlechte Gedanke für sie in ein Motiv des Fortschrittes, weil sie dann versucht, sich ihm zu widersetzen. Es ist das Signal eines Makels, den die Seele abzuschaffen versucht. Sie gibt dann der Versuchung nicht nach, einem schlechten Wunsch nachzugehen. Nachdem sie ihm widerstanden hat, wird sie sich stärker fühlen und mit ihrem Sieg zufrieden sein. Jene Seele hingegen, die zu keiner guten Entschließung gekommen ist, sucht Gelegenheiten, schlechte Taten auszuüben. Selbst wenn sie diese nicht ausübt, geschieht das nicht aufgrund ihres Willens, sondern weil sie keine passende Gelegenheit dazu hatte. Damit ist sie genauso schuldig, als hätte sie diese Schlechtigkeiten getan.

Um es kurz zu fassen: Wer noch nicht einmal das Schlechte in Gedanken akzeptiert, hat schon Fortschritte gemacht. Derjenige, der diese Gedanken hat, diesen aber widersteht, ist dabei Fortschritte zu machen; und schließlich derjenige, der diese Gedanken hat und Genuss daran findet, befindet sich noch unter dem vollen Einfluss der Bösartigkeit. Bei dem Einen ist die Arbeit gemacht worden, bei dem anderen ist sie noch zu tun. Gott, der gerecht ist, bemerkt ferner alle diese Unterschiede in der Verantwortlichkeit der Taten und der Gedanken des Menschen.

Das Evangelium im Lichte des Spiritismus – Cap. VIII

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