SELIG SIND DIE, DEREN AUGEN GESCHLOSSEN SIND

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Meine guten Freunde, warum habt ihr mich gerufen? Damit ich auf diese arme Kreatur, die hier ist, meine Hände lege und sie heile? Ach, dieses Leid, guter Gott! Sie hat das Augenlicht verloren, sie lebt in Finsternis. Armes Kind! Es soll beten und warten. Ich kann keine Wunder bewirken, ohne dass Gott die Erlaubnis erteilt. Alle Heilungen, die mir gelungen sind und die ihr kennt, hat niemand anders als derjenige, welcher der Vater von uns allen ist, bewirkt.

Richtet in euerem Leid eure Augen zum Himmel auf und sagt von tiefsten Herzen: „Mein Vater, heile mich, aber zuerst heile meine kranke Seele, bevor die Krankheit des Körpers gesunden kann. Dass mein Fleisch bestraft werde, wenn es nötig ist, damit sich meine Seele zu Dir erhebt mit der Reinheit, die sie hatte, als Du sie erschaffen hast.“ Nach diesem Gebet, meine guten Freunde, das der gütige Gott immer hören wird, werden euch Kraft und Mut gegeben und vielleicht auch die Heilung, die ihr so furchtsam erbeten habt, als Belohnung euerer Ergebenheit.

Jedoch, da ich schon einmal hier bin, in einer Versammlung, wo hauptsächlich gelernt wird, werde ich euch sagen, dass derjenige von euch, der am Sehen gehindert ist, sich als selig der Abbü.ung selbst betrachten sollte. Erinnert euch, dass Christus sagte, es wäre notwendig, eure Augen auszureißen, wenn sie euch zum Bösen verführen und es wäre besser, sie in das Feuer zu werfen, als dass diese die Ursache euerer Verdammnis sein sollten. Oh, wie viele auf der Erde gibt es, die irgendwann in der Dunkelheit bereuen werden, dass sie das Licht gesehen haben. O ja! Wie glücklich sind diejenigen, die abbü.en und kein Augenlicht haben. Ihre Augen werden nicht Grund für Ärgernis und Verfall sein. Sie können vollständig das Leben der Seele leben und können mehr sehen als ihr, die ihr gut sehen könnt! … Und wenn Gott mir erlaubt, dass ich das Lid irgendeines armen Leidenden hier öffne und das Licht ihm zurückgeben kann, frage ich: Liebe Seele, warum lernst du nicht alle Freuden des Geistes

kennen, der aus Betrachtung und Liebe lebt? Du würdest dann nicht darum bitten, Bilder zu sehen, die dir nicht ganz rein und weniger sanft sind, als welche die dir mit deiner Blindheit zu ahnen gegeben sind.

O ja! Selig ist der Sehbehinderte, der mit Gott leben will. Noch glücklicher als ihr, die ihr hier seid, fühlt er das Glück und kann es berühren. Er sieht die Seelen und kann mit ihnen in die spirituelle Sphäre eindringen, was nicht einmal den Auserwählten von euerer Erde zu erblicken gelingt. Die geöffneten Augen sind immer in der Lage die Seele zu Fall zu bringen. Die geschlossenen Augen dagegen können ihr immer verhelfen, sich zu Gott zu erheben. Glaubt mir, meine guten und lieben Freunde, die Blindheit des Auges ist fast immer das wahre Licht des Herzens, während das Sehen oft der finstere Engel ist, der zum Tode führt.

Und jetzt ein paar Worte für dich, mein armer Leidender: Hoffe und habe Mut! Wenn ich dir sagen würde: Meine Tochter, deine Augen werden sich öffnen, würdest du froh sein! Aber wer weiß, ob diese Freude dich nicht in das Verderben stürzen würde? Habe Vertrauen zu dem guten Gott, der das Glück gemacht hat und die Traurigkeit zulässt. Ich werde für dich alles tun, was in meiner Macht steht, aber von deiner Seite ‐  bete ‐  und vor allem denke darüber nach, was ich dir gesagt habe. Bevor ich gehe, gesegnet seid ihr alle, die hier versammelt sind.

(Vianney, Pfarrer von Ars, Paris, 1863)

Das Evangelium im Lichte des Spiritismus – Kap. VIII

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