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DAS VERZEIHEN VON BELEIDIGUNGEN

30/04/2018

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Den Freunden zu verzeihen bedeutet, ihnen einen Beweis für die Freundschaft zu erbringen. Dem Feind zu verzeihen hat dieselbe Wirkung wie für sich selbst um Vergebung zu bitten. Und die Beleidigungen zu vergeben heißt zeigen, dass man sich gebessert hat. Vergebt daher, meine Freunde, damit Gott euch vergibt! Denn wenn ihr hart bleibt, anspruchsvoll, unbeugsam, wenn ihr selbst über eine kleine Beleidigung streng urteilt, wie wollt ihr, dass Gott vergisst, dass ihr jeden Tag mehr Nachsicht benötigt? O wehe demjenigen, der sagt: „Ich werde nie verzeihen“, weil er damit sein eigenes Urteil verkündet. Wer weiß allerdings, dass, wenn ihr euch innerlich betrachtet, ihr euch nicht selbst als Täter erkennen würdet? Wer weiß, ob dieser Kampf, der mit einem einfachen Streit begonnen hat und in einer Feindschaft endete, nicht von euch ausgelöst wurde? Oder ob nicht ein beleidigendes Wort von euch gebraucht wurde? Oder ob ihr alle Mäßigung angewandt habt? Ohne Zweifel ist euer Feind nicht im Recht, wenn er überempfindlich reagiert. Das ist jedoch ein weiterer Grund, um nachsichtig zu sein und solche Vorwürfe an ihn nicht zu richten. Nehmen wir an, ihr seid in der Tat unter gewissen Umständen beleidigt worden. Wer könnte sagen, ob ihr selbst die Sache nicht mit Vergeltung vergiftet habt und somit einen leichten Streit in eine schwer wiegende Auseinandersetzung umgewandelt habt, die ansonsten ganz einfach hätte vergessen werden können? Wenn es von euch abhängig war, die Folgen davon zu verhindern und ihr habt es nicht getan, dann seid ihr schuldig. Nehmen wir noch an, dass ihr an euerem eigenen Verhalten nichts zu bemängeln findet. In diesem Fall wird euer Verdienst noch größer sein, wenn ihr Milde zeigt.

Aber es gibt zwei sehr verschiedene Arten zu vergeben. Es gibt die Vergebung, die nur über die Lippen geht und die Vergebung, die aus dem Herzen kommt. Viele sagen über ihren Gegner: „Ich vergebe ihm.“ Dabei spüren sie innerlich eine heimliche Freude, wenn den Gegner etwas Schlechtes trifft. Ihr sagt zu euch selbst: „Das hat er verdient!“ Wie viele sagen „Ich vergebe …“ und dann „…aber ich werde mich nie versöhnen. Ich möchte ihn nie wieder sehen.“ Ist das die Vergebung nach dem Evangelium? Nein! Das wahre Verzeihen, das christliche Verzeihen ist dasjenige, welches einen Schleier über die Vergangenheit wirft. Das ist das Einzige, was euch abgenommen wird, weil sich Gott mit Äußerlichkeiten nicht zufrieden gibt: Er erkundet das Innere eueres Herzens und eure tiefsten Gedanken, Er gibt sich mit Worten und falschen Versprechungen nicht zufrieden. Das vollkommene Vergessen der Beleidigungen ist eine Eigenschaft der erhabenen Geister, die Gehässigkeit ist dagegen immer ein Signal von Minderwertigkeit und Unterlegenheit. Vergesst nie, dass man das wahre Verzeihen an den Taten erkennt, viel mehr als durch die Worte.

(Apostel Paulus, Lyon, 1861)

Das Evangelium im Lichte des Spiritismus – Kap. X – 15

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Palestra: Clarêncio – Nosso Lar

27/04/2018

No futuro

25/04/2018

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“E não mais ensinará cada um a seu próximo, nem cada um a seu irmão, dizendo: – Conhece o Senhor! Porque todos me conhecerão, desde o menor deles até ao maior.”
Paulo (Hebreus, 8:11)

Quando o homem gravar na própria alma
Os parágrafos luminosos da Divina Lei,
O companheiro não repreenderá o companheiro,
O irmão não denunciará outro irmão.

O cárcere cerrará suas portas,
Os tribunais quedarão em silêncio.

Canhões serão convertidos em arados,
Homens de armas volverão à sementeira do solo.

O ódio será expulso do mundo,
As baionetas repousarão,

As máquinas não vomitarão chamas para o incêndio e para a morte,
Mas cuidarão pacificamente do progresso planetário.

A justiça será ultrapassada pelo amor.

Os filhos da fé não somente serão justos,
Mas bons, profundamente bons.

A prece constituir-se-á de alegria e louvor
E as casas de oração estarão consagradas ao trabalho sublime da
fraternidade suprema.

A pregação da Lei
Viverá nos atos e pensamentos de todos,
Porque o Cordeiro de Deus
Terá transformado o coração de cada homem
Em tabernáculo de luz eterna,
Em que o seu Reino Divino
Resplandecerá para sempre.”

Pão Nosso – Emmanuel – Chico Xavier

DAS VERZEIHEN VON BELEIDIGUNGEN

23/04/2018

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„… wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Genügt es siebenmal? Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.“  Das sind Worte, die eure Intelligenz am meisten berühren und in eueren Herzen heimisch werden sollen. Vergleicht diese Worte der Nächstenliebe mit denen des Gebetes, das so sehr einfach und kurz, jedoch in seinem Inhalt so hoch ist, wie es Jesus seinen Jüngern gelehrt hat! So werdet ihr immer denselben Gedankenzug finden. Jesus, der Gerechte, im wahrsten Sinne des Wortes, antwortete Petrus: Du wirst vergeben aber ohne Grenze, du wirst jede Beleidigung vergeben, so oft diese Beleidigung dir auch angetan wird. Du wirst deinem Bruder dieses Vergessen seiner selbst beibringen, die ihn unverletzlich macht, gegen das schlechte Verhalten anderer und ihrer Beleidigungen. Du wirst sanftmütig und demütig von Herzen sein und deine Sanftmut unbegrenzt ausüben, du wirst dem anderen folglich genau das tun, was du dir wünschst, das der Vater im Himmel für dich tut. Erhältst du nicht die Vergebung des Vaters fortwährend? Und zählt Er, wie oft Seine Verzeihung kommt, um dir deine Fehler zu vergeben?

So hört, auch ihr, diese Antwort Jesu und erkennt, wie Petrus, den Nutzen für euch selbst. Vergebt, seid nachsichtig, seid mildtätig, gro.zügig und sogar verschwenderisch mit euerer Liebe. Gebt, weil Gott euch geben wird, vergebt, weil Gott euch vergeben wird, erniedrigt euch, weil Gott euch erheben wird, demütigt euch, weil Gott euch an Seine rechte Seite stellen wird.

Geht, meine geliebten Kinder, lernt und macht kund diese Worte, die ich euch sende, im Auftrage von Gott, Der höchsten himmlischen Instanz, Der immer auf euch schaut! Er arbeitet immer noch an diesem undankbaren Auftrag, den er vor achtzehn Jahrhunderten begonnen hat. Vergebt, wie ihr es ebenso nötig habt, dass man euch verzeiht. Wenn die Taten anderer euch persönlich geschadet haben, ist es noch mehr ein Grund, um nachsichtig zu sein, weil der Verdienst der Vergebung im Verhältnis zu der Wichtigkeit der Beleidigung steht, die euch angetan wurde. Es wäre kein Verdienst für euch, den Fehler euerer Brüder zu entschuldigen, der euch nichts Weiteres als eine leichte Beleidigung angetan haben.

Spiritisten, vergesst niemals, dass sowohl in Worten als auch in Taten, die Vergebung der Beleidigungen, nicht nur äußerlich sein soll. Wenn ihr euch Spiritisten nennt, seid es auch, vergesst alles was man euch angetan hat und denkt einfach nur an das Gute, das ihr tun sollt. Derjenige, der diesen Weg ausgewählt hat, soll sich von ihm nicht abwenden, nicht einmal in Gedanken, die Gott bekannt sind. Sorgt dafür, dass ihr von euch jegliches rachsüchtige Gefühl verbannt. Gott kennt das Innere eueres Herzens. Glücklich zu preisen, sind deswegen diejenigen, die des Nachts schlafen gehen können mit dem Gedanken: Ich habe nichts gegen meine Nächsten.

(Simeon, Bordeaux 1862)

Das Evangelium im Lichte des Spiritismus – Kap. X – 14

Palestra: A origem do bem e do mal

20/04/2018

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25.04.18

Expositor:   Gorete Newton

Horário: das 19.30h às 20.30h

Passe magnético: das 19.00h às 19.20h

Reflexão do Evangelho: 18.30h

Local: Haselstrasse 9, 5400 Baden/AG – Descer a escada à sua esquerda!

LANCHE CARITATIVO

LENDA DA SOPA DA PEDRA?

A lenda da sopa de pedra nos desperta para a necessidade de auxiliarmos uns aos outros. Contamos com a sua contribuição na nossa Sopa de Pedra para mantermos este cantinho que utilizamos para propagar o Evangelho do Cristo. Sejam bem-vindos!

Sempre vivos

19/04/2018

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“Ora, Deus não é de mortos, mas, sim, de vivos. Por isso, vós errais muito.”
Jesus (Marcos, 12:27)

Considerando as convenções estabelecidas em nosso trato com os amigos encarnados, de quando em quando nos referimos à vida espiritual utilizando a palavra “morte” nessa ou naquela sentença de conversação usual.

No entanto, é imprescindível entendê-la, não por cessação e sim por atividade transformadora da vida.

Espiritualmente falando, apenas conhecemos um gênero temível de morte – a da consciência denegrida no mal, torturada de remorso ou paralítica nos despenhadeiros que marginam a estrada da insensatez e do crime.

É chegada a época de reconhecermos que todos somos vivos na Criação Eterna.
Em virtude de tardar semelhante conhecimento nos homens, é que se
verificam grandes erros.

Em razão disso, a Igreja Católica Romana criou, em sua teologia, um céu e um inferno artificiais; diversas coletividades das organizações evangélicas protestantes apegam-se à letra, crentes de que o corpo, vestimenta material do Espírito, ressurgirá um dia dos sepulcros, violando os princípios da Natureza, e inúmeros espiritistas nos têm como fantasmas de laboratório ou formas esvoaçantes, vagas e aéreas, errando indefinidamente.

Quem passa pela sepultura prossegue trabalhando e, aqui, quanto aí, só existe desordem para o desordeiro.

Na Crosta da Terra ou além de seus círculos, permanecemos vivos invariavelmente.

Não te esqueças, pois, de que os desencarnados não são magos, nem adivinhos.

São irmãos que continuam na luta de aprimoramento.

Encontramos a morte tão-somente nos caminhos do mal, onde as sombras impedem a visão gloriosa da vida.

Guardemos a lição do Evangelho e jamais esqueçamos que Nosso Pai é Deus dos vivos imortais.”

Pão Nosso – Emmanuel – Chico Xavier

RICHTET NICHT, DAMIT IHR NICHT GERICHTET WERDET.

16/04/2018

WER UNTER EUCH OHNE SÜNDE IST, DER WERFE DEN ERSTEN STEIN

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Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr meßt, wird euch zugemessen werden. (Matthäus VII, l – 2)

Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau zu ihm, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. Jesus aber richtete sich auf und fragte sie: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr. (Johannes, VIII, 3 ‐ 11)

„Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“ sagte Jesus. Dieser Grundsatz macht aus der Nachsicht eine Pflicht, denn es gibt niemanden, der sie nicht für sich selbst benötigt. Sie lehrt uns, dass wir den anderen nicht strenger verurteilen sollen, als wir uns selbst verurteilen und auch nicht den anderen richten, für das, was wir bei uns selbst entschuldigen. Bevor wir jemandem einen Fehler vorwerfen, sollen wir uns überlegen, ob dieser Fehler auf uns nicht selbst trifft.

Die Verurteilung des Verhaltens anderer kann zwei Gründe haben: das Übel zu beanstanden oder dem Ansehen der anderen Person, deren Verhalten wir kritisieren, zu schaden. Dieser letzte Grund hat niemals eine Berechtigung, denn er ist auf Verleumdung und Bosheit zurückzuführen. Der erste aber kann lobenswert und in manchen Fällen sogar eine Pflicht sein. Daraus kann etwas Gutes entstehen, denn ohne die Pflicht, das Übel zu tadeln, kann die Schlechtigkeit niemals aus der Gesellschaft verbannt werden. Soll der Mensch wahrhaftig seinesgleichen nicht zum Fortschritt verhelfen? Wir sollten also dieses Prinzip nicht wortwörtlich nehmen:

„Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“ (…) „Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“  Jesus würde das Tadeln des Bösen nicht untersagen. Denn er selbst gab uns das Beispiel und tat dies sogar sehr energisch. Er wollte dennoch damit sagen, dass das Recht der Verurteilung im direkten Verhältnis zu der moralischen Aussagekraft desjenigen steht, der sie verkündet. Und wenn man sich an dem, was man an anderen verurteilt, selbst schuldig macht, verzichtet man zwangsweise auf das Recht, andere zu beanstanden. Das innerste Gewissen weigert sich ferner jeglichen Respekt und jede freiwillige Unterwerfung demjenigen zuzugestehen, der in der Ausübung seiner Macht, das Gesetz und die Prinzipien verletzt, die er selbst vorgeschrieben hat. Das einzige berechtigte Ansehen vor Gottes Augen ist das, was sich auf das Gute stützt.  Das ist eine Schlussfolgerung aus der Lehre von Jesus.

Das Evangelium im Lichte des Spiritismus – Kap. X – 11, 12, 13

Palestra: Leis divina ou naturais

13/04/2018

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18.04.18

Expositor:   Marcia Van

Horário: das 19.30h às 20.30h

Passe magnético: das 19.00h às 19.20h

Reflexão do Evangelho: 18.30h

Local: Haselstrasse 9, 5400 Baden/AG

LANCHE CARITATIVO

LENDA DA SOPA DA PEDRA?

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Boas maneiras

11/04/2018

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“E curai os enfermos que nela houver e dizei-lhes: É chegado a vós o reino de Deus.”
Jesus (Lucas, 10:9)

Realmente Jesus curou muitos enfermos e recomendou-os, de modo especial, aos discípulos.

Todavia, o Médico Celestial não se esqueceu de requisitar ao Reino Divino quantos se restauram nas deficiências humanas.

Não nos interessa apenas a regeneração do veículo em que nos expressamos, mas, acima de tudo, o corretivo espiritual.

Que o homem comum se liberte da enfermidade, mas é imprescindível que entenda o valor da saúde.

Existe, porém, tanta dificuldade para compreendermos a lição oculta da moléstia no corpo, quanta se verifica em assimilarmos o apelo ao trabalho santificante que nos é endereçado pelo equilíbrio orgânico.

Permitiria o Senhor a constituição da harmonia celular apenas para que a vontade viciada viesse golpeá-la e quebrá-la em detrimento do espírito?

O enfermo pretenderá o reajustamento das energias vitais, entretanto, cabe-lhe conhecer a prudência e o valor dos elementos colocados à sua disposição na experiência edificante da Terra.

Há criaturas doentes que lastimam a retenção no leito e choram aflitas, não porque desejem renovar concepções acerca dos sagrados fundamentos da vida, mas por se sentirem impossibilitadas de prolongar os próprios desatinos.

É sempre útil curar os enfermos, quando haja permissão de ordem superior para isto, contudo, em face de semelhante concessão do Altíssimo, é razoável que o interessado na bênção reconsidere as questões que lhe dizem respeito, compreendendo que raiou para seu espírito um novo dia no caminho redentor.”

Pão Nosso –  Emmanuel – Chico Xavier

DER SPLITTER UND DER BALKEN IM AUGE

09/04/2018

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Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst. (Matthäus VII, 3 – 5)

Eine der unartigen Angewohnheiten der Menschen ist das Schlechte an anderen zu sehen und ihre eigenen Fehler nicht zu bemerken. Um sich selbst zu beurteilen wäre es notwendig, sich selbst in einem Spiegel und in irgendeiner Form, mit Abstand als eine andere Person zu betrachten, um sich dann zu fragen: Was würde ich denken, wenn eine andere Person genau das mit mir tun würde, was ich jetzt tue? Mit Sicherheit ist es der Stolz, der die Menschen dazu bringt, ihre eigenen Fehler zu vertuschen, seien sie moralisch oder physisch bedingt. Dieses Verhalten ist gegen die Nächstenliebe, da die wahre Nächstenliebe anspruchslos, einfach und nachsichtig ist, die übermütige Nächstenliebe dagegen ist widersprüchlich. Diese beiden Gefühle heben sich gegenseitig auf. Wie kann ein sehr eitler Mensch, der an die Wichtigkeit seiner Persönlichkeit und an die Überlegenheit seiner Eigenschaften glaubt, gleichzeitig genügend Entsagung besitzen, um das Gute an anderen Menschen hervorzubringen, das ihn in den Schatten stellen könnte, anstatt des Schlechten, das ihn auszeichnen würde? Wenn der Stolz die Quelle vieler schlechter Angewohnheiten ist, bedeutet er auch die Verneinung vieler Tugenden. Weil der Stolz als hauptsächliche Behinderung des Fortschrittes gilt, hat Jesus sich eingesetzt, diesen zu bekämpfen.

Das Evangelium im Lichte des Spiritismus – Kap. X – 9, 10