DAS GESETZ DER LIEBE

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 Die Liebe besteht aus himmlischer Essenz. Und ihr alle, von den größten bis zu den bescheidensten Menschen besitzt die Liebe im Innern eueres Herzens. Das ist ein Funke von diesem heiligen Feuer. Die Tatsache, dass selbst der widerlichste, niederträchtigste und verbrecherischste Mensch warme und lebhafte Zuneigung für irgendein Wesen oder einen Gegenstand empfinden kann, wurde von euch schon oftmals bestätigt. Diese Zuneigung besteht trotz aller Niederschläge fort und erreicht nicht selten ein erhabenes Ausmaß.

Eine Zuneigung für irgendein Wesen oder einen Gegenstand, wie gesagt. Denn es gibt Menschen unter euch, die an Tiere, Pflanzen sogar auch an materielle Gegenstände den Schatz ihrer Liebe, die ihre Herzen erfüllt, schenken. Sie sind eine Art Misanthrop96 , der sich über die Menschheit im Allgemeinen beklagt und gegen die natürliche Tendenz seiner Seele, um sich herum Zuneigung und Sympathie zu suchen, Widerstand leistet. Dieser würdigt dadurch das Gesetz der Liebe auf einen instinktiven Zustand herab. Sie können jedoch, was auch immer sie tun, nicht den widerstandsfähigen Keim ersticken, den Gott in das Herz der Seele bei ihrer Schöpfung gelegt hat. Dieser Keim entwickelt sich und wächst mit der Moral und der Vernunftbegabung. Und, obwohl er oft durch den Egoismus bekämpft wird, ist dieser Keim die Quelle von göttlichen und sanften Tugenden, welche die ehrlichen und dauerhaften Zuneigungen fördern und die ihnen helfen, den trockenen und steilen Weg des menschlichen Daseins zu überstehen.

Es gibt Menschen, welche die Reinkarnation als unerträglich empfinden, da sie der Gedanke, dass andere an ihren liebevollen Sympathien teilhaben könnten, eifersüchtig macht. Ach, arme Geschwister! Eure Zuneigung macht euch zu Egoisten. Eure Liebe begrenzt sich auf einen engen Kreis von Freunden und Verwandten, alle anderen sind euch gleichgültig. Nun gut. Um die Gebote der Liebe zu praktizieren, wie Gott es von euch wünscht, ist es notwendig, dass ihr nach und nach lernt, alle eure Mitmenschen ohne Unterschied zu lieben. Die Arbeit ist langwierig und beschwerlich, aber sie wird sich verwirklichen. So will Gott, dass das Gesetz der Liebe das erste und das wichtigste Gebot euerer neuen Lehre werde. Diese neue Lehre wird eines Tages den Egoismus, in welcher Form auch immer er sich präsentiert, bewältigen. Denn außer dem persönlichen Egoismus, existiert noch der Egoismus der Familie, der Kaste und der Staatsangehörigkeit. Jesus sagte dazu: „Du sollst deinen Nächsten lieben  wie dich selbst.“ Wo ist nun die Grenze des Nächsten? Ist es die Familie, die Religion oder das Vaterland? Nein, es ist die gesamte Menschheit. In den erhabenen Welten werden die dort wohnenden weiterentwickelten Geister von der gegenseitigen Liebe geführt. Sie hält dort die Harmonie. Und in euerem Planeten, der für einen baldigen Fortschritt bestimmt ist, werden seine Bewohner aufgrund einer gesellschaftlichen Veränderung dieses erhabene Gesetz der Nächstenliebe praktizieren, welches das Abbild der Göttlichkeit selbst ist.

Die Wirkung des Gesetzes der Liebe ist die moralische Vervollkommnung der menschlichen Rasse und die Glückseligkeit während des irdischen Lebens. Die lasterhaftesten und rebellierendsten Wesen werden sich bessern, wenn sie erkennen, welche Vorteile die praktische Anwendung des Gebotes „Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!“ hat. So sollt ihr ihnen soviel Gutes tun, wie es in euerer Macht steht.

Glaubt nicht an die Sterilität und Verhärtung des menschlichen Herzens. Das Herz gibt der wahren Liebe trotz eigenen Unmuts nach. Sie ist ein Magnet, dem man nicht widerstehen kann. Die Berührung mit dieser Liebe belebt und befruchtet die im Herzen vorhandenen Keime, welche in latentem Zustand in ihm existieren. Die Erde, Ort des Exils und der Prüfungen, wird dann durch das heilige Feuer gereinigt und man wird auf ihrer Oberfläche die Nächstenliebe, die Demut, die Geduld, die Hingabe, die Entsagung und die Schicksalsergebenheit blicken; jene Tugenden, die alle Kinder der Liebe sind. Werdet nun nicht müde, die Worte von Johannes, dem Evangelisten, zu hören. Es ist euch schon bewusst, dass er, als die Krankheit und das Alter ihn in Abfolge seiner Offenbarungen zum Aufhören zwangen, sich darauf beschränkte, diese sanften Worte zu wiederholen: „Meine Kinder, (…) liebet euch untereinander.“

Geliebte Geschwister, nutzt diese Lektionen. Es ist schwer, sie zu praktizieren, aber die Seele erntet von diesen unendlich viel Gutes. Glaubt mir, verwendet größte Bemühungen, um die ich euch bitte: Liebet euch einander und ihr werdet sehen, dass die Erde in naher Zeit in ein Paradies verwandelt wird, wo die Seelen der Gerechten kommen werden, um sich dort zu erholen.

(Fénelon, Bordeaux, 1861)

Das Evangelium im Lichte des Spiritismus – Kap. XI – 09

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